Finanzielle Unterstützung für Alltagshilfe: Zuschüsse & Pflegegrade

Alltagshilfe kann den Alltag erleichtern, doch viele wissen nicht, dass es verschiedene Zuschüsse und finanzielle Hilfen gibt. Ob über die Pflegekasse, Krankenkasse oder steuerliche Vorteile – dieser Ratgeber zeigt, welche Möglichkeiten es gibt und wie du die passende Unterstützung erhältst.

Finanzielle Unterstützung für Alltagshilfe: Zuschüsse und Pflegegrade

Wie lässt sich Alltagshilfe finanzieren? Erfahre in unserem Ratgeber, welche Zuschüsse von Pflegekassen möglich sind, wie Steuervergünstigungen helfen können und welche Pflegegrade finanzielle Unterstützung bieten. Eine umfassende Übersicht über Fördermöglichkeiten für mehr Lebensqualität im Alltag. 💰🏡👵
Finanzielle Unterstützung für Alltagshilfe: Pflegegrade, Zuschüsse & Steuererleichterungen

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Haushaltshilfe, Assistenz und Betreuung?

Die Inanspruchnahme von Alltagshilfe kann eine große Erleichterung sein – sei es für Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Personen, die sich nach einer Krankheit oder einem Unfall erholen. Doch viele wissen nicht, dass es verschiedene finanzielle Unterstützungen gibt, um diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Zuschüsse, Pflegeleistungen und steuerlichen Vorteile für Alltagshilfe möglich sind und wie du die passende Unterstützung findest.


1. Pflegekassen: Wer kann finanzielle Unterstützung erhalten?

Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad haben Anspruch auf verschiedene Leistungen der Pflegekasse, die auch für Alltagshilfe genutzt werden können. Die wichtigsten Möglichkeiten sind:

1.1 Entlastungsbetrag (§45b SGB XI) – 125 Euro pro Monat

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 erhalten monatlich 125 Euro Entlastungsbetrag, um Unterstützung im Haushalt oder Begleitung im Alltag zu finanzieren.

Dafür kann der Entlastungsbetrag genutzt werden:

  • Haushaltshilfe (z. B. Putzen, Einkaufen, Kochen)
  • Begleitung zu Arztterminen oder Behördengängen
  • Unterstützung bei Freizeitaktivitäten
  • Spaziergänge oder gemeinsame Unternehmungen

💡 Wichtig: Der Betrag kann nur bei anerkannten Anbietern genutzt werden, die von der Pflegekasse zugelassen sind. Falls der Betrag in einem Monat nicht genutzt wird, kann er bis zum Jahresende angespart werden.


1.2 Pflegegeld – Direkte finanzielle Unterstützung für Pflegebedürftige

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 können Pflegegeld beantragen, wenn sie von Angehörigen oder einer privaten Assistenz versorgt werden.

💰 Monatliche Pflegegeld-Beträge (Stand 2024):

  • Pflegegrad 2: 332 Euro
  • Pflegegrad 3: 573 Euro
  • Pflegegrad 4: 765 Euro
  • Pflegegrad 5: 947 Euro

Dieses Geld kann frei verwendet werden, z. B. um eine private Assistenz oder Haushaltshilfe zu bezahlen.


1.3 Pflegesachleistungen – Unterstützung durch professionelle Dienste

Wer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann statt Pflegegeld Pflegesachleistungen beantragen. Diese werden direkt mit einem anerkannten Dienstleister abgerechnet.

💰 Monatliche Beträge für Pflegesachleistungen:

  • Pflegegrad 2: 761 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.432 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.778 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.200 Euro

💡 Tipp: Pflegegeld & Pflegesachleistungen können kombiniert werden, wenn Angehörige und ein professioneller Dienst zusammenarbeiten.


2. Weitere Zuschüsse und finanzielle Unterstützung

2.1 Haushaltshilfe auf Rezept (§38 SGB V) – Krankenkassenleistung

In bestimmten Fällen übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Haushaltshilfe, auch ohne Pflegegrad.

Voraussetzungen:

  • Akute Erkrankung oder Krankenhausaufenthalt
  • Schwangerschaft oder Entbindung
  • Wenn kein anderer im Haushalt lebender Angehöriger helfen kann

💡 Tipp: Eine Haushaltshilfe kann vom Arzt verschrieben werden und wird dann von der Krankenkasse übernommen.


2.2 Steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfe und Assistenz

Wer für eine Haushaltshilfe oder Assistenz zahlt, kann die Kosten teilweise steuerlich geltend machen.

💰 Steuervorteile für private Haushaltshilfe:

  • 20 % der Kosten (max. 4.000 Euro pro Jahr) steuerlich absetzbar
  • Gilt für haushaltsnahe Dienstleistungen, wie Reinigung, Kochen oder Gartenpflege
  • Muss per Rechnung und Überweisung nachgewiesen werden

💡 Tipp: Selbst wenn keine Pflegebedürftigkeit besteht, kann eine private Assistenz durch steuerliche Entlastung günstiger werden.


2.3 Zuschüsse für barrierefreies Wohnen & Hilfsmittel

Neben direkter Alltagshilfe gibt es Zuschüsse für die Anpassung der Wohnsituation:

  • KfW-Förderung für altersgerechtes Umbauen (bis zu 6.250 Euro)
  • Pflegekassen-Zuschuss für Wohnraumanpassung (bis zu 4.000 Euro)
  • Kostenübernahme für Hilfsmittel (z. B. Treppenlift, Duschsitz)

Diese Maßnahmen erleichtern den Alltag zusätzlich und können mit Assistenzleistungen kombiniert werden.


3. So findest du die passende Alltagshilfe

Um finanzielle Unterstützung optimal zu nutzen, ist es wichtig, die richtige Alltagshilfe zu finden. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Lokale Pflegedienste & Assistenzanbieter: Über das Pflegenetzwerk der Stadt oder Region.

Online-Plattformen wie AssistenzGesucht.de: Hier können Hilfesuchende und Assistenzen gezielt Anzeigen schalten.

Nachbarschaftshilfe & Ehrenamt: Viele Gemeinden haben freiwillige Helfer für Senioren oder Menschen mit Einschränkungen.

💡 Tipp: Auf Plattformen wie AssistenzGesucht.de können sowohl Hilfesuchende als auch Assistenzen kostenlos Anzeigen erstellen und sich direkt vernetzen.


Fazit: Finanzielle Unterstützung gezielt nutzen

Es gibt zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten für Alltagshilfe – von Pflegegeld und Entlastungsbeträgen bis hin zu steuerlichen Vorteilen. Wer sich informiert und die passenden Zuschüsse beantragt, kann die Unterstützung im Alltag leichter finanzieren.

Wer Hilfe sucht oder seine Unterstützung anbieten möchte, kann auf AssistenzGesucht.de eine Anzeige erstellen und gezielt nach passenden Angeboten in der eigenen Region suchen.

✨ Lass dich inspirieren: Weitere Artikel warten! ➡️